Glossar & Lexikon

Glossar

Achtsamkeit
Kontinuierliches Lauschen* in tiefem Selbstkontakt,
ermöglicht Menschen eine Synchronizität herzustellen.
Die dort augenblicklich wahrgenommene Innen- und Außen-Welt
präsentiert sich als dynamisch als, Kontext-adaptive
Gegenwärtigkeit in der Gegenwart – im Jetzt.

* = ungerichtetes, absichtsloses Gewahrsein

Wolfgang Hopp – Jul. 2019

Eudämonie
Nach Aristoteles beschreibt der Begriff die Lehre vom gelingenden Leben. Der Begriff hängt also mit der Resilienz und den Eigenschaften lebensklug, lebenstüchtig eng zusammen. Es geht nicht um Geschäftstüchtig. Da ist das Vorhaben der Geldmaximierung zu stark im Vordergrund. Es geht um die Lebenstüchtigkeit: Egal welche Herausforderung das Leben im Außen einem Menschen „auftischt“. Er kommt damit zurecht, weil er dem Leben keinen Widerstand entgegensetzt ist die dieser Mensch nach seiner Adaptionsleistung dann auch nicht psychisch ausgelaugt.

Wolfgang Hopp – Jun. 2020

Gemeinwohl – was soll das heißen?
+ das tun, was allen Menschen zugute kommt
+ Menschenwürde
+ Solidarität
+ Nachhaltiges Handeln
+ das Menschsein fördern
+ respektieren der Schöpfung, samt seiner Gesetze
+ individuelle Entwicklungspotentiale fördern
+ Gruppenintelligenz leben und ausbauen
+ Traumatische Dysfunktionalitäten auflösen helfen
+ egozentriertes (Ich+Ich) Denken und Handeln abbauen
+ personell und kollektiv (Konzernen, Staaten, Regionen, Unternehmen, Vereinen, …) dem Gemeinwohl zu Wachstum verhelfen
– Privatisieren, meint heute dem Gemeinwohl entziehen und isolierten, egoistischen, geldmaximierenden Interessen aussetzen.

Sabotierende Muster – Schmarotzenden (Lebens-) Energiefresser und die Auflösung, des Dilemmas.

So nenne ich alle unser willkürlichen und unwillkürlichen Weltbilder, Gedanken, Handlungen, die nicht mehr zeitgemäß in unser heutiges Leben passen. Seit dem Augenblick unserer Konzeption hat sich unser Nervensystem samt unseren Gehirnen (Bauch-, Herz-, Großhirn) mit allerhand Ereignissen – nicht nur mit Wachstum und Reifen – auseinandersetzen müssen. Ein Strom von Wahrnehmungen musste jede Sekunde verarbeitet („verdaut“) werden…

So ist es der kreativen Intelligenz zu verdanken, in die wir eingebettet sind,  dass wir uns, im laufe unseres Lebens, höchst fantasievoll und individuell Muster von Denk- und Handlungsweisen erschaffen, um eben diese „Verdauung“ zu ermöglichen. So bilden wir z.B. Muster aus, in denen werden bestimmte Gefühle „abdreht“ oder das Fühlen ganz abgeschaltet. Diverse eigene Bedürfnisse werden zurückgestellt und Bedürfnisse der Umgebung werden befriedigt. Die Motivation ist klar: Es geht ums Überleben und um das in Kontakt-Sein.

Das entscheidende bei diesen Mustern ist der Umstand – wir haben sie vergessen – dass wir sie automatisiert, reflexartig, reaktiv anwenden. Sie arbeiten aber heute noch in uns. Damals zeitgemäß und richtig angelegt – den äußeren Umständen intelligent angepasst – heute nicht mehr zeitgemäß und unser geschmeidiges authentisches Leben sabotierend.

Wenn wir sie (die schmarotzenden Energiefresser) nur weg haben wollen, verkennen wir die Komplexität und Tiefe mit der wir mit diesen Mustern verbunden sind. Darum ist der Schritt des Würdigens so wichtig und die Verantwortung dafür zu uns selbst zu nehmen, statt im Außen zu versuchen gegen „Windmühlenflügel“ zu kämpfen.

Wolfgang Hopp – Jan. 2019

Transzendenz

Transzendenz ist die Bewegung auf einem Erkenntnisweg, auf dem man von einer tieferen Ebene der Wirklichkeit zu einer höheren hinüber schreitet.

Augustinus (354–430)

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