Unser Nervensystem als Bio-Computer?

Welcher Natur ist er und welche Rolle spielt dann die Software dabei?

Jahrzehnte meines Berufslebens verbrachte ich mit der Entwicklung von Software und war mit kompetenten Kollegen in aktivem Austausch. Eine meiner Spezialitäten dabei war: mit Kunden zusammen Anforderungsanalysen und Anforderungskataloge zu entwickeln und festzulegen. So ist in mir ein tiefes Verständnis von den Möglichkeiten und der Mächtigkeit von Software bzw. computergesteuerten Systemen entstanden. In welchen Anwendungsfällen diese segensreich eingesetzt scheinen und wo es unverantwortlich ist, deren Machbarkeit auszureizen. Das Chancen-Potential sowie das Missbrauchs-Potential wurde in mir immer präsenter.

Schnell wurde mir klar, wie wichtig dabei die persönliche Verantwortung der am Enstehungs-Prozess Beteiligten ist: nicht alles Machbare ist auch zu realisieren. Nicht am Gesetz vorbei, Leute beim wenig integren Handeln auch noch zu unterstützen.

Als mein Bewusstsein in diesem Aspekt erwachte, hatte ich es aber bereits getan… das war ja nun nicht mehr zu ändern: aber, mir wurde klar, die Sicht darauf schon!

So vertiefte ich mich in das Thema.
Zugegeben der Gewinnmaximierung diente das nicht gerade.
Aber mich interessiert nun einmal das Leben mehr.
Wie schaut das aus der Sicht des Lebens aus?

Software-Entwicklung geschieht immer zielorientiert. Am Ende soll ein bestimmtes Resultat herauskommen. Dabei spielt es keine Rolle, ob KI, Anwendungssoftware oder sonst eine Form an Software entwickelt werden soll. Eine CPU (central processing unit) oder wie viele davon parallel, kann nur – vorher erdachte – Rechenschritte abarbeiten (Algorithmen) – gemäß dem Befehlssatz der verwendeten CPUs. Das „Gedächtnis“ und die vorgeschaltete Sensorik bildet immer eine vorher genau definierte (Rahmen-) Größe, Struktur und Zielsetzung. Und sei es ein bestimmtes Spiel z.B. Schach, Go oder wie auch immer, zu gewinnen.

Beispiel: Gesichtserkennungs-Systeme
Da entwickelt man ja schon mehrere Jahrzehnte daran. So ähnlich, wie bei der Kernkraft damals, ließ man eine Technologie in „Serie gehen“. Überall auf der Welt wurden Atomkraftwerke gebaut und in Betrieb genommen, die bekanntlich bis heute nicht über die Reife verfügt, die verantwortungsbewusst handelnde Menschen als Maßstab angelegt hätten um es vom Status Forschung daran zum Aufstieg der Serienreife zu erheben.

Eine Gesichtserkennung, die für das Durchforsten einer Fotosammlung noch ganz nützlich scheint (z.B. sämtliche Vorkommen von Onkel Otto) aufzufinden.

Diese Gesichtserkennung aber für eine strafrechtliche Verfolgung von Menschen einzusetzen, ist mehr als fahrlässig und unverantwortlich. Oder gar, wie es im militärischen Bereich probiert wird, zur gezielten völkerrechtswidrigen Tötung einzusetzen, geht gar nicht.

Dazu muss man noch eins wissen: Gesichterkennungs-Software funktioniert unterschiedlich sicher – nicht etwa absolut sicher – mit unterschiedlichen Hautfarben und unterschiedlichen Ethnien. So ähnlich wie bei den Fingerabdrücken. Deren Einzigartigkeit reicht auch nur für ein paar Milliarden Menschen – nicht für uns alle auf dem Planeten! Die Fehlerrate ist statistisch berechenbar. Allein aus dieser Erkenntnis heraus verbieten sich schon viele Einsatzfälle.

Computerprogramme stammen aus dem mentalen Raum. Und sind in Algorithmen gegossene, zielgerichtete, mentale Konstrukte. Somit ist in einem solchen System in der Gegenwart immer ein Stück Vergangenheit als Dauerwiederholung eingebaut. Damit kann man aber das Leben nicht wirklich abbilden: Gegenwärtig sein, mit den Feldern des Moments verbunden, Zukunft aus der Zukunft schöpfen, das können bisher nur „Biocomputer“.

Vergangenheit wiederholen ist somit das Geschäft der technischen Computer – und das rasend schnell – und, wenn so programmiert, auch mit hoher Qualität. Ansonsten halt schlampig: quick and dirty – siehe das jüngste Boeing 737 MAX Groundig. Unser Dieselskandal: das regierungsgedeckte Vorgehen der Auto-Konzerne, ist ebenfalls ein Fall für vorsätzliches trickreiches Irreführen der Zulassungsbehörden samt Kunden mit Software.

Nun zu den „Biocomputern“

Noch nicht wirklich erforscht, sind sie offenbar in der Lage, sich in den energetisch / informatorischen Feldern des Lebens zu „lesen“ und sich darin bestens zurecht zu finden. Ihnen gelingt die Hingabe an die höhere Intelligenz als Normalfall, in der wir alle eingebettet sind – vollautomatisch: ganz ohne Algorithmen.

Zielorientiert? Kann sein – kann nicht sein – es ist jedenfalls kein Kriterium. Das, was dem Leben gerade wichtig ist, erfahren sie in diesem Moment aus der Situation – wie man heute weiß, aus den verschiedensten Feldern. Tiere tun dies mit instinktiver Sicherheit – und das ist kein Algorithmus – oder eine einprogrammierte Wiederholung, sondern aus der Verbindung heraus geschöpft – aus der Einbettung in die höheren Intelligenz.

Es sei denn, wir Menschen, erzeugen uns mentale Innenräume, mit einer virtuell angelegten Gedankenwelt der Getrenntheit vom Leben, aus der heraus wir handeln. Mentale Innenräume als Teilleistung unseres Großhirns.

Könnten wir doch so unendlich viel mehr für den Planeten, für uns als Menschheit und für’s Leben tun. Mit unserem selbstgemachten Weltbild, das teilweise aus unserer kindlichen Erfahrungswelt stammt und jeder für sich selbst programmiert hat.

Nun die gute Nachricht dabei – wir können das ändern. Jeder für sich selbst und wir alle können uns untereinander in Verbindung gegenseitig dabei unterstützen. Jede Sekunde neu.

Die Menschen, die das jetzt nicht lernen wollen, gilt es, sie als nicht auszugrenzenden Teil der Menschheit zu sehen und deren Schicksale sind genauso zu achten. Vielleicht schenken wir ihnen nicht mehr soviel Aufmerksamkeit, wie wir das bisher gemacht haben. Angst vor etwas haben und dem Ausweichen des sogenannten NEGATIVEN kostet ebenso Lebensenergie.

Vielleicht wünschen sich diese Menschen ja zu tiefst, dass erst einmal andere diesen neuen Weg gehen und sie sich dann später eher getrauen sich darauf einzulassen. Oder auch nicht.

Die Einen, wie die Anderen, sind mir willkommen.

Wolfgang Hopp, Juni 2019

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