Zirkuläre Energie – was bedeutet das?

In meinem Beitrag „Welchen Beruf übst Du in deiner Praxis aus?“ kommt der Begriff zirkuläre Energie vor, wird aber nicht weiter ausgeführt, das möchte ich hier nachholen.

Der Ausdruck beschreibt Lebensenergie, die kontinuierlich Moment für Moment, meist unbewusst, verbraucht wird. Vom Inhaber oft unbemerkt – abgekoppelt vom ursprünglichen Ereignis, wodurch es erzeugt wurde. Endlos, fernab einer Selbstreinigung* „lebt“ sie in uns – beheimatet im Nervensystem – aber abgespalten. Ich glaube: beim Sterben, wenn uns die Lebensenergie langsam verlässt, können die traumatischen Anteile ins Bewusstsein rücken, weil nicht mehr genug Kraft da ist, sie verborgen am Leben zu halten. Vielleicht ist darin ja viel Angst vor unserem Tod verborgen.

* wir selbst müssen diese bewusst anstoßen – ich glaube, da gibt es bis heute noch keinen Automatismus.

Zirkuläre Energie ist Lebensenergie, die zur Teil-Abschattung des ursprünglich inkarnierten Seelenimpulses laufend – lebenslang, wenn sie nicht vorher aufgelöst wird – aufgewendet werden muss, um eine vorgenommene Teil-Abschattung lebenslang Aufrecht zu erhalten. Typischerweise als Folge einer Traumatisierung.

Das ist evolutionär gesehen eine intelligente Funktion, die ein System, von der Gattung Säugetier, bei einer erzwungenen Teil-Abschaltung seines Potentials im Handlungsspielraum in seinem Nervensystem programmiert – siehe Steven Porges – Polyvagal-Theorie.

Diese autonom, unwillkürlich einsetzende Abschattungsfunktion (Trauma) tritt immer dann automatisch in Kraft, wenn das meist junge Lebewesen überfordert ist, die auf es einstürmenden (Umwelt-) Eindrücke zu verarbeiten. Es ist eine Funktion des autonomen Nervensystems. Sie wird einmalig ausgeführt, wenn die Selbstregulation hoffnungslos überfordert ist. Sie macht ihr Werk, und dann ist an der Stelle eine Abschattung (programmierte Umgehung) in Betrieb: die Vermeidung, nie wieder dahin.

Gleichzeitig wird diese Ur-Information feinstofflich ins „Buch des Lebens geschrieben“ auch Akasha oder morphogenetisches Feld genannt. Jedenfalls landet das in so einer Art Matrix. Das kriegt aber die Inhaberin oder der Inhaber nicht wirklich mit. DNA wird dabei auch umgeschrieben – epigenetisch verankert.

Das eigentliche Problem dabei ist, dass durch diese traumatische Abschattungsfunktion das Ereignis nicht mehr ganzheitlich gesehen, gefühlt, beinhaltet werden kann und von da an „lebenslang“ seinen Tribut „fordert“ in Form von Lebensenergie zur Aufrechterhaltung der Umgehung. Die „programmierte Umgehung“ beeinflusst unsere Wahrnehmung dahingehend, dass wir so manche Situation dann nur noch als „getriggert“ erleben können. Unser Nervensystem ist in Aufruhr. Unsere Klarheit aus der Gelassenheit ist herunter gedimmt.

Als „Ausweg“ wird dann typischerweise – ab dem dritten Lebensjahr – oft im mentalen Raum eine Geschichte darum „gedichtet“. Das ist menschlich und die Story kann ganz gut klingen. Das hängt wiederum von der mentalen Intelligenz der Person ab, die das als weniger schmerzhafte psychologische Umgehung „komponiert“.

Der Effekt ist, es handelt sich um eine handfeste Traumatisierung. Diese kann kulturell systematisch angewandt werden: z.B. wenn Menschen Zäune für ihre Pferdekoppeln einsparen wollen, schmeißen sie das Baby-Pferd ins Wasser um es furchtbar zu erschrecken. Von da an wird das Pferd das Wasser scheuen. Um das Pferd in der Koppel zu halten reicht von da an ein Wassergraben drum herum. Das Pferd wird, den als Baby erfahrenen Schrecken, immer umgehen wollen.

Bei Menschen ist das nicht anders – da kann sich kein Mensch herausnehmen. Das ist nicht wirklich viel anders, wenn das Trauma im späteren Leben auftritt – siehe Trauma-Arten.

Man kann es sich jetzt gut vorstellen, die Summation von verschiedenartigsten Traumata im Verlauf, nennen wir dann Sozialisierung. So sind unsere jeweiligen Kulturen unserer Menschheitsfamilie individuell geprägt. Sie haben mehrheitlich übereinstimmende Vermeidungsmuster – also dann kollektiv. So erklärt sich eben auch die Inkompatibilität beim Aufeinandertreffen von manchen Kulturen untereinander. Offensichtlich wird das eben auch in den verschiedenen Lebensstilen, die von Auslassungen geprägt sind. Gesunde Fülle-Kulturen werden vermutlich erst noch geschaffen. Das wird aber erst möglich sein, wenn das Mainstream-Bewusstsein über diese Traumavorgänge und -mechanismen verfügt. Siehe mein Spruch „Der Kern, in jeder polarisierten Debatte …

Jetzt sind wir wieder bei der zirkulären Energie und wie sie auch kollektiv auf uns wirken wird. Seit Jahrtausenden akkumulierte, nicht aufgelöste Traumaspuren werden so von Generation zu Generation weitergegeben, neue geschaffen, manche davon auch wieder aufgelöst.

Gut, das war die schlechte Nachricht. Tatsache ist, dass es so nicht bleiben muss, jeder kann sich selbst dafür entscheiden, eigene Traumaspuren aufzulösen. Die Reihenfolge kann sich natürlich entfalten: energetisch sortiert, das was am meisten Verwirbelung im Leben verursacht, zuerst. Eine Spur nach der anderen, sowie es gerade gut ist: im Hier und Jetzt. Angewandte mentale Konzepte stören dabei eher, als sie nützen. Sie schwächen eventuell unsere Präsenz.

Feinstofflich erfahrenere Menschen, Menschen, die ihren energetischen Sinn ausgebaut haben, können solche energetischen Signaturen lesen. Erst einmal bei anderen Menschen und dann kommt auch immer mehr das Sehen der eigenen Abschattungen in den Focus.

Gerne bin ich behilflich solche – nicht mehr zeitgemäßen – Energie-Löcher aufzuspüren und die gebundene zirkuläre Energie befreien zu helfen – nimm KONTAKT mit mir auf – ich freue mich auf Dich.

Verwendete Schlagwörter: , , , , , , ,

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*